Genealogie, Sippen-, Ahnen- und Familienforschung der „HERKOMMER“
Dieses kurze Exzerpt erstellte ich aus den Informationen, die ich von meinem leider schon verstorbenen Onkel Josef Herkommer erhielt, der sich viele Jahre wirklich intensiv um die Erforschung der Familie "Herkommer" im Allgemeinen und vor allem der "GLASERSIPPE" im Besonderen bemühte.
Der Name "Herkommer" ist nur einmal entstanden.
Die Urheimat der "HERKOMMER" ist das Allgäu, Füssen/Seeg.
Der bisher älteste Namensträger ist Hans Herkommer von Uzzerlengeank
(Außenlenwang), der am 24.11.1386 mit Weib und Kind Bürger
von Füssen wurde. Der Stammvater ist also noch zu erforschen.(Österreich,
Tirol, Schweiz)
Weitere Nachkommen von "Herkommerfamilien" führen über Rückholz,
Batzenschwenden usw. zu dem Allgäuer Barockbaumeister Johann Jakob Herkommer,
der 1652 in Sameister geboren wurde und 1717 in St. Mang verstarb.
Im 15. Jh. waren im Raum Füssen-Seeg 14 Familien und im 16. Jh. 19 Herkommer-Familien
nachweisbar. Es stellten sich 3 zusammenhängende verwandtschaftliche Linien
heraus:
Die 1. Linie nahm 1386 bei Hans Herkommer ihren Ausgang und führt
bis zu dem Allgäuer Barockbaumeister Johann Jakob Herkommer ( 1652 –
1717).
Die 2. Linie begann bei dem Müller Kaspar Herkommer, der bereits
1566 in Holzhausen bei Buchlohe erwähnt wird und zu dem 200 Jahre späteren
Maler Hubert von Herkommer nach Waal führt. Dieser wurde dort 1849 geboren.
Zu Ehren seiner geliebten Mutter wurde der "Mutterturm" in Landsberg
benannt, in dem das "Herkommer-Museum" eingerichtet ist. Hubert von
Herkommer hatte u.a. an der Universität in Oxford (England) einen Lehrstuhl
und war als Kunstmaler tätig. Er starb 1914 in Budleigh Salterthon.
Eine Seitenlinie, die nach Bad Reichenhall führt und dort angeborene Gastronomie
im "Luisenbad, dem Salzburger Hof sowie Bayrischen Hof", die als Familienbetriebe
geführt werden, ist noch zu erforschen.
Die 3. verwandtschaftliche Linie, die ins urschwäbische Waldstetten
führt, leitete der „ehrenwerte Jüngling“ Michael Herkommer
ein. Erwähnenswert ist, dass hier der Name Herkommer“ noch am häufigsten
zu finden ist, nämlich 50mal in Waldstetten und bei der Stadt Schwäbisch
Gmünd 40mal, jeweils im Telefonbuch!
Die Nachkommen des eingangs erwähnten Michael Herkommer waren zunächst
die sogenannte "Glasersippe", dann folgte die "Maurendersippe".
Hier ist das Bauhandwerk in Waldstetten entstanden. Alsbald kam eine weitere
Seitenlinie im Bauhandwerk hinzu, dies war der "Maurer-Mathes" an
der Gmünder Straße.
Der 1386 in Uzzerlengeank zugewanderte Hans Herkommer ist wohl der bisher älteste
Herkommer-Namensträger, nicht aber der Stammvater. Die
richtige Spur kann nur in die deutschsprachigen benachbarten Länder, wie
Österreich, Tirol, Südtirol oder Schweiz, führen, wo der Name
"Herkommer" erstmals entstanden ist.
Die unterschiedliche Namensschreibung in früheren Jahrhunderten, wie Herkümer,
Herchomer, Herkomer, Herkumer, Herkhomer, Hekomer, Hekumer, ändert nicht
die Tatsache, dass alle diese Namensträger denselben Stammvater haben und
der Name nur einmal entstanden ist.